Multimodale und unimodale Reha-Nachsorge

Gesundheit ist ein Prozess. Nach dem salutogenetischen Ansatz von Antonovsky ist ein Mensch „umso gesünder, je besser es ihm gelingt, mit (seinen) verfügbaren (personalen, sozialen und materiellen) Ressourcen und Strategien die alltäglichen (externen und internen) Belastungen positiv zu bewältigen.“ (in: Kempf, Die neue Rückenschule, 2009, S.38)

Dabei spielt die Reha-Nachsorge bei der Sicherung der Erfolge der Akutbehandlungen (medizinisch und beruflich) eine zentrale Rolle. Die Aufklärung über die individuellen Möglichkeiten des Patienten (Rehabilitand) die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in dessen Alltag zu integrieren, sollte als oberstes Ziel definiert werden.

Dabei wird nicht vom optimalen Verlauf ausgegangen. Die Vorbereitung auf Rückschläge beim Umsetzen eines (lebenslangen) gesunden Lebensstils nimmt eine dezente aber stets präsente Rolle während des Reha-Nachsorge- Programms ein.

In den individualisierten aktiven Programmen wird besonders auf das zu verbessernde Selbstkonzept des Rehabilitanden eingewirkt. Dazu zählen das Erspüren der Selbstwirksamkeit und das ''Abholen'' des Rehabilitanden an seinem momentanen Leistungsvermögen (nach Kempf, Die neue Rückenschule, 2009).

Im Rahmen der multimodalen Reha-Nachsorge werden in ausgesuchten Modulen Kenntnisse über Krankheitsverlauf, Schmerzbewältigung, Trainingslehre, Entspannungsfähigkeit und vieles mehr vermittelt.

Der aufnehmende/ einleitende Arzt gibt dabei den Rahmen, der dem Beschwerdebild entsprechenden Anwendung vor und beugt so überzogenen Erwartungen und Zielformulierungen des Rehabilitanden vor.

Begleitend während der letzten Therapieeinheiten findet in einem ärztlichen Entlassgespräch eine Beratung des Rehabilitanden bezüglich einer weiterführenden Stabilisierung und Umsetzung der neu gewonnenen Gewohnheiten statt.

IRENA, ASP und Merena sind Programme zur intensivierten Rehabilitationsnachsorge, die im Anschluss an eine ambulante oder stationäre Rehabilitation zur Stabilisierung durchgeführt werden können.

  • DRV Bund: Intensivierte Rehabilitationsnachsorge (IRENA)
  • DRV Baden-Württemberg: Ambulantes Stabilisierungsprogramm (ASP)
  • DRV Rheinland-Pfalz: Medizinische Reha-Nachsorgeleistung (Merena)

Wir sind zugelassen für muskuloskeletale, neurologische, psychosomatische, onkologische und kardiologische Nachsorge.

T-RENA (Trainingstherapeutische Reha-Nachsorge) ist ein unimodales Nachsorge-Programm der Deutschen Rentenversicherung für Versicherte mit Beeinträchtigungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. In dem Nachsorge-Programm werden gerätegestützte Übungen durchgeführt. Ziel ist es, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer zu trainieren, Schmerzen zu lindern sowie die Leistungs- und Belastungsfähigkeit der Versicherten zu steigern.

T-RENA wird bei Bedarf von der Reha-Einrichtung empfohlen und findet in offenen Gruppen von bis zu 12 Personen statt. T-RENA umfasst in der Regel 26 Termine und umfasst auch ein Einweisungstraining (50 Minuten) als Einzeltermin. Die Dauer der Trainingseinheiten beträgt jeweils 60 Minuten. Die Durchführung erfolgt in der Regel zwei Mal pro Woche.

Die Nachsorge muss spätestens innerhalb von 6 Wochen nach Ende der Rehabilitation beginnen und innerhalb von 6 Monaten abgeschlossen sein. In Ausnahmefällen ist bei T-RENA auch ein Einzeltraining möglich (12 Termine à 50 Minuten) möglich, wenn kein Gruppenangebot innerhalb von 3 Monaten oder zumutbarer Entfernung für den Versicherten zustande kommt.

T-RENA wird von stationären und ambulanten Reha-Einrichtungen sowie von Physiotherapeuten-Praxen oder Gesundheitszentren und Krankenhäusern durchgeführt und in den frühen Abendstunden angeboten, so dass auch für Berufstätige eine Teilnahme möglich ist.

gallery

gallery

gallery

gallery

gallery

gallery

Offcanvas Module

Our themes are built on a responsive framework, which gives them a friendly, adaptive layout